Fachtagung "Sicherheit braucht Partner 2.0" am 31. Mai 2017

Am 31. Mai 2017 veranstaltete das Ministerium des Innern und für Kommunales in Zusammenwirken mit dem Polizeipräsidium und der Fachhochschule der Polizei eine Fachtagung unter dem Motto „Sicherheit braucht Partner 2.0“. Hierbei wurden die aktuellen Entwicklungen im Rahmen der örtlichen kriminalpräventiven Zusammenarbeit zwischen Polizei, Kommune und Bürgerschaft dargestellt. „Nach über 20 Jahren war es nötig, die vorhandenen Regelungen zu überprüfen und der heutigen Zeit anzupassen“, sagte Schröter zur Begründung der Neuregelungen. Derzeit bestehen in Brandenburg 71 Sicherheitspartnerschaften mit rund 460 ehrenamtlich aktiven Bürgern.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Ehrung der Sicherheitspartnerschaften mit 20-jährigem Jubiläum dar. Schröter betonte, es sei ihm „ein persönliches Anliegen, dieses vorbildliche ehrenamtliche Engagement im Dienste des Gemeinwesens zu fördern. Die Sicherheitspartner sind ein ganz wichtiger Teil einer wirksamen kommunalen Präventionsarbeit und ich bin sehr dafür, ihr Engagement stärker zu würdigen.“. Einen würdigen Rahmen bei der Ehrung der Jubilare bot die musikalische Begleitung durch die Combo des Landespolizeiorchesters.

Um die Fachtagung zielgruppenorientiert interessant zu gestalten, gab es neben einer gemeinsamen Auftakt- und Schlussphase drei separate Themenboxen.

In der Themenbox 1 wurden von Herrn Edler (MIK, Ref. 15) und Herrn Krah (FHPol) die Möglichkeiten der Förderung der Erstausstattung der Sicherheitspartner des Landes Brandenburg aus Lottomitteln erläutert. Dabei werden vom Land Brandenburg für jeden Sicherheitspartner einmalig bis zu 150 € für bestimmte Ausrüstungsbestandteile als Förderung zur Verfügung gestellt. Der Katalog der förderfähigen Ausrüstungsgegenstände wurde auf Basis der in der Vergangenheit gemeldeten Bedarfe erstellt. Während der Themenbox wurde ausführlich auf diesen Katalog der förderfähigen Ausrüstungsgegenstände eingegangen.

Des Weiteren wurde den Anwesenden der Ablauf des Zuwendungsverfahrens erklärt. Dieses besteht aus

  1. Antragstellung
  2. Erhalt eines Zuwendungsbescheids
  3. darauffolgenden Beschaffung der Ausrüstung und
  4. Abrechnung mit Auszahlung der Förderung.

Besonders zu beachten ist, dass die Bestellung bzw. der Kauf der benötigten Ausrüstungsgegenstände erst erfolgen darf, wenn der Sicherheitspartner den Zuwendungsbescheid von der FHPol erhalten hat.

Der Ablauf des Zuwendungsverfahrens sowie der Katalog der förderfähigen Ausrüstungsgegenstände sind hier im  Menü unter "Sicherheitspartner" im Artikel "Förderung der Ausstattung von Sicherheitspartnern mit Lottomitteln" nachlesbar. Dort werden zudem die Antragsvordrucke zum Download zur Verfügung gestellt.

Mit den Teilnehmern der Themenbox wurden darüber hinaus mögliche Fragen zum Zuwendungsverfahren besprochen. Diese Fragen und die zugehörigen Antworten sind ebenfalls im  Menü unter "Sicherheitspartner" im Artikel "Häufige Fragen und Antworten zur Lottomittelförderung" zu finden.

In Themenbox 2 stellte zunächst Herr Gerner, Dozent an der FHPol und gestandener Jurist, die wichtigsten Informationen im Bereich der „Jedermannsrechte“ dar, besonders der vorläufigen Festnahme und der Regelungen zur Notwehr und Notstand. Herr Urban aus dem Behördenstab des Polizeipräsidiums moderierte eine angeregte Diskussion um Themen der Praxis in der Zusammenarbeit zwischen Sicherheitspartnern, Kommune und Polizei, unterstützt dabei von Herrn Scheiper, Leiter der Sicherheitspartnerschaft Fichtenwalde. Dieser konnte aus der Praxis seiner Tätigkeit berichten. Hierbei wurde noch der eine oder andere Knackpunkt diskutiert, verworfen oder für die weitere Entwicklung der Zusammenarbeit festgehalten. Ein beredtes Zeichen für ein lebendiges gemeinsames Thema. Fachliche Informationen können Sie auch im "Leitfaden für Sicherheitspartner" im  Menü unter "Sicherheitspartner" im nachlesen.

Die dritte Themenbox beleuchtete die Gesamtthematik „Kommunale Kriminalprävention (KKP)“ in seinen verschiedenen Facetten und stellte verschiedene Aktivitäten auf Landes- sowie Kommunalebene dar. Zunächst machten Herr Scharf und Frau Dzierzon aus dem Innenministerium deutlich, dass KKP ein kontinuierlicher Prozess ist und die alten Regelungen der heutigen Zeit angepasst werden mussten. Auf Grundlage eines breiten Beteiligungsprozesses entstand eine neue strategische Ausrichtung der KKP, deren Vorstellung im Mittelpunkt des Vortrages stand.

Neben den polizeilichen Aspekten zur KKP und der Vorstellung des Landespräventionsrates mit seinen Förder- und Vernetzungschancen wurden Best-Practice Beispiele dargelegt. Im wissenschaftlich evaluierten Projekt „Sichere Adresse Neuenhagen“ geht es um die Prävention von Eigentumskriminalität. Ein weiteres Best-Practice Beispiel der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zeigte sich im Präventionsprojekt „Sicheres Flüchtlingsheim“ des Landkreises Dahme-Spreewald. Dieses Aufklärungsprogramm wurde mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesministeriums des Innern ausgezeichnet.

Durch die Küche der Technische Einsatzeinheit (TEE) der DBD wurde den etwa 150 Teilnehmern der Fachtagung ein schmackhaftes Mittagsessen bereitet. Es konnte bei strahlendem Sonnenschein an der frischen Luft genossen werden.

Moderiert wurde die Fachtagung von Uwe Madel, bekannt aus der rbb-Reihe „Täter – Opfer – Polizei“…wie passend…“und achten Sie auf Ihr Handgepäck!“.

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Letzte Aktualisierung: 26.07.2017